Spieltag 26 vor der Tür

Für Erolind Krasniqi geht es mit dem ETSV gegen seinen Ex-Club. (Foto: Lobeca/Seidel)
Für Erolind Krasniqi geht es mit dem ETSV gegen seinen Ex-Club. (Foto: Lobeca/Seidel)

Schlag auf Schlag geht es in der Oberliga Hamburg, für einige Teams bleiben gerade mal 48 Stunden Erholung oder weniger, ehe es nun wieder weiter geht. Das Topspiel, wenn es nach der Tabelle 2026 geht, steigt wohl am Parkweg. Dazu sollte man die Augen aber auch auf den Kiesbarg und an den Vorhornweg richten. Spieltag 26 steht vor der Tür.

FC Süderelbe – ETSV (Freitag, 19.30 Uhr, Kiesbarg, Hinspiel 0:4)

Den Start ins Jahr dürfte man sich beim FC Süderelbe etwas anders vorgestellt haben. War das torlose Remis gegen den ETV ein Erfolg, so war die Niederlage bei HT unter der Woche bitter. Nun folgt der dritte Gegner des harten Auftaktprogramms und alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung. Das Remis beim ETV hat den ETSV in die komfortable Lage gebracht, die Meisterschaft frühzeitig zu entscheiden. Einen Schritt dazu will man am Kiesbarg gehen, angeführt von Torjäger und Ex-FCS-Kicker Erolind Krasniqi.

TSV Sasel – Vorwärts-Wacker Billstedt (Freitag, 19.30 Uhr, Parkweg, Hinspiel 4:2)

Nimmt man die (wenig aussagekräftige) Tabelle 2026 zur Hand, dann könnte es am Parkweg ein echtes Topspiel geben. Denn Gastgeber Sasel zeigt sich in starker Form, holte einen Punkt bei Victoria und gewann zuletzt gegen Niendorf. Insgesamt ist man drei Spiele ungeschlagen und will mit einem Erfolg gegen Billstedt weiter seinen guten Mittelfeldplatz festigen. Die Gäste hingegen sind mit einem Sieg gegen „Vicky“ ins Jahr gestartet, gewann drei der letzten vier Partien. Mit einem Erfolg und den passenden Ergebnissen der Konkurrenz könnte der SCVW erstmals in diesem Jahr in die oberen Tabellenhälfte stürmen.

TuRa Harksheide – SC Victoria (Freitag, 19.30 Uhr, Exerzierplatz, Hinspiel 0:5)

Wird es eine verkehrte Welt am Exerzierplatz? TuRa Harksheide ist perfekt ins neue Jahr gestartet, hat sich mit zwei Siegen vorerst aus dem Abstiegskampf verabschiedet und schielt mit einem Auge tatsächlich in Richtung obere Tabellenhälfte. Vor allem die Heimstärke kommt der Schwarzer-Elf da zu pass. Jetzt kommt mit dem SC Victoria ein angeschlagener Boxer – das Überraschungsteam der ersten Saisonhälfte holte nur einen Zähler aus den ersten beiden Spielen. Diese Tendenz will „Vicky“ unter Garantie umkehren.

Eimsbütteler TV – Teutonia 05 (Freitag, 19.45 Uhr, Lokstedter Steindamm, Hinspiel 3:1)

Zweimal nicht verloren, aber doch irgendwie ein Verlierer der ersten beiden Spieltage 2026 ist der Eimsbütteler TV. Mit zwei Siegen hätte man den ETSV unter Druck setzen können, sogar kurzfristig die Spitze erklimmen können. Doch am Ende stehen zwei Remis und die Erkenntnis, dass der ETV wohl nicht reif für den großen Wurf ist. Nun kommt mit Teutonia eine Mannschaft, die man schlicht schlagen muss. Denn die Teutonen haben zwar zuletzt in Curslack gewonnen, überzeugen ist es aber nicht, die Formkurve zeigt seit mehreren Spielen nach unten.

Michael Kobert und TuS Dassendorf müssen gegen Buchholz siegen. (Foto: Lobeca/Homburg)
Michael Kobert und TuS Dassendorf müssen gegen Buchholz siegen. (Foto: Lobeca/Homburg)

TuS Dassendorf – Buchholz 08 (Samstag, 13 Uhr, Wendelweg, Hinspiel 4:1)

Der Wendelweg ist eine Festung, zusammen mit dem ETSV ist TuS Dassendorf und Paloma ist TuS Dassendorf die heimstärkste Mannschaft der Liga. So wirklich klicken tut es bei „Dasse“ aber weiterhin nicht. Jetzt kommt mit Buchholz ein Team ins Herzogtum, dass auswärts insgesamt schwach unterwegs ist. Ein Sieg ist Pflicht, wenn man zumindest wieder Vizemeister werden möchte. Die Niedersachsen hingegen können nach zwei Siegen zuletzt befreit aufspielen. Ein Erfolg in Dassendorf wäre nochmal ein Sahnehäubchen im Abstiegskampf.

SV Curslack-Neuengamme – USC Paloma (Samstag, 15 Uhr, Gramkowweg, Hinspiel 0:5)

Tristesse in Curslack, Erfolgshunger bei Paloma – so lässt sich diese Partie umschreiben. Zwar zeigte der SVCN gegen Teutonia aufsteigende Tendenz, doch alles andere als eine Niederlage gegen die Tauben wäre eine Überraschung. Letztere wollen mit einem Erfolg weiter Jagd in Richtung Platz vier machen.

HEBC – FC Türkiye (Sonntag, 10.45 Uhr, Reinmüller, Hinspiel 2:1)

Zwei Teams, die noch ohne Punkte in diesem Jahr sind. Beide zeigten aber aufsteigende Tendenz. Der HEBC kämpft aufopferungsvoll gegen Paloma, Türkiye unterlag knapp bei Harksheide. Beide Spiele endeten 1:2. Nun ist Siegen Pflicht. Die Veilchen wollen damit eventuelle Patzer der Konkurrenz nutzen, die Wilhelmsburger den Anschluss an den HEBC schaffen.

HT 16 – SV Halstenbek-Rellingen (Sonntag, 12.30 Uhr, Legienstraße, Hinspiel 2:1)

Mit zwei Siegen ist HT ins Jahr gestartet und gewinnt auch auf heimischem Geläuf. Keine guten Nachrichten für den SV Halstenbek-Rellingen also. Auch in diesem Spiel sind die Rollen klar verteilt: HT ist auf der Jagd nach Platz sechs, will diesen festigen. Halstenbek muss hoffen, brauch drei Punkte, um eventuell ein Fußballwunder zu schaffen.

Krisenstimmung bei Fynn Huneke und dem Niendorfer TSV. (Foto: Lobeca/Schlikis)

Nikola Tesla – Niendorfer TSV (Sonntag, 14.30 Uhr, Vorhornweg, Hinspiel 1:1)

Abstiegsangst am Vorhornweg: zwei Punkte trennen Nikola Tesla und den Niendorfer TSV. Der Sieger kann einmal kurz durchatmen, der Verlierer könnte im schlechtesten Fall auf Platz 15 abstürzen. Die Form – naja: die Gastgeber verloren unter der Woche gegen Buchholz, der NTSV verlor sogar beide Spiele im neuen Jahr. Krisengipfel ist hier wohl das richtige Wort.