Kellerduell und Spitzenspiel

Rico-Leon Stahl und Buchholz 08 fahren mit Rückenwind an den Sachsenweg. (Foto: B08/Miriam Burgemeister)
Rico-Leon Stahl und Buchholz 08 fahren mit Rückenwind an den Sachsenweg. (Foto: B08/Miriam Burgemeister)

Der Dienstag dieser Woche ist ein Nachholspieltag in der Oberliga Hamburg. Nur der Niendorfer TSV und Vorwärts-Wacker Billstedt schauen zu, der Rest ist gefordert. Im Fokus stehen das Topspiel am Mittleren Landweg sowie ein Kellerduell in der Otto-Koch-Kampfbahn. Bei den restlichen Spielen sind die Rollen klar verteilt oder es geht nicht mehr um viel.

Buchholz 08 – TuRa Harksheide (18.30 Uhr, Otto-Koch-Kampfbahn, Hinspiel 0:2)

Der Nachholspieltag beginnt mit einem Kellerduell. Es spielt der 14. gegen den 13.. Und nach den Eindrücken der letzten Wochen irgendwie mit verkehrten Rollen, denn auf einmal ist Buchholz trotz eines bisher sehr starken Jahres 2026 im Hintertreffen und sollte tunlichst gewinnen. Harksheide hingegen stoppte ausgerechnet auswärts seine Niederlagenserie und hat auf einmal neue Hoffnung. Mit dem vierten Auswärtssieg der Saison könnte man sich etwas von Buchholz absetzen.

FC Türkiye – TSV Sasel (18.30 Uhr, Fährstrasse, Hinspiel 0:5)

Letzte Ausfahrt Fährstrasse? So könnte das Motto für den FC Türkiye lauten, denn man verlässt zumindest am Dienstag den ungeliebten Karl-Arnold-Ring. Eins ist klar: es muss ein Dreier her, will man das kleine Fünkchen Hoffnung noch aufrecht erhalten. Allerdings ist Sasel nicht gerade ein Lieblingsgegner – nur einen Sieg gab es in neun Spielen. Für den TSV hingegen ergibt sich etwas unverhofft die Chance in Richtung Platz sechs. Das wäre doch mal ein echtes Statement der jungen Mannschaft vom Parkweg.

SV Halstenbek-Rellingen – HEBC (19 Uhr, Jacob-Thode-Platz, Hinspiel 1:2)

Der letzte Sieg des HEBC in Halstenbek datiert noch aus Landesliga-Zeiten anno 2018. Diese Serie wollen die aktuell so starken Veilchen (sieben Spiele ohne Niederlage) brechen und mit einem weiteren Erfolg dem Klassenerhalt ein weiteres Stück näher kommen. Für Halstenbek geht derweil die Abschiedstour weiter – sollte Buchholz punkten und Nikola Tesla siegen, man selbst nicht gewinnen, wäre der Abstieg auch theoretisch besiegelt.

ETSV – SC Victoria (19 Uhr, Mittlerer Landweg, Hinspiel 2:1)

Es ist das Topspiel dieses Nachholspieltags. Der Tabellenzweite empfängt den Vierten. Das Hinspiel war eine knappe und glückliche Angelegenheit für die Eisenbahn, die sich zuletzt nicht immer von der Schokoladenseite zeigte. Wichtig sind aber Ergebnisse und zuletzt feierte der finanziell gebeutelte Club vier Zu-Null-Siege in Serie. Doch vor „Vicky“ sollte man gewarnt sein. Immerhin ist der Vierte seit sechs Liga-Spien ungeschlagen und gewann zweimal in dieser Serie gegen Dassendorf. So könnte Victoria auch der Eisenbahn einen Prellbock aufs Gleis schieben.

Eimsbütteler TV – HT 16 (19 Uhr, Lokstedter Steindamm, Hinspiel 4:3)

Die Spitze weiter verteidigen möchte der Eimsbütteler TV. Als einziges Team ist die Schultz-Elf in diesem Kalenderjahr noch ungeschlagen, gewann zuletzt sechs Spiele in Folge. Das war auch nicht immer super souverän, doch der ETV hält Kurs auf die Aufstiegsrunde zur Regionalliga und das Meisterschaftsrennen zumindest ein wenig spannend. Doch Vorsicht vor HT: zwar verlor der Aufsteiger drei der letzten vier Spiele, dürfte nun aber froh sein, wieder auswärts ran zu müssen. Denn dort gewann die Turnerschaft 2026 alle Spiele, ist hinter dem ETV und dem ETSV die drittbeste Auswärtsmannschaft der Liga. Das könnte ein ganz offener Kick werden.

FC Süderelbe – SV Curslack-Neuengamme (19 Uhr, Kiesbarg, Hinspiel 6:1)

Am Kiesbarg ist die Ausgangslage klar: der heimische FC Süderelbe knackt mit einem Sieg die magische 40-Punkte-Marke und könnte gleichzeitig einen Riesenschritt zum Klassenerhalt machen. Der SV Curslack-Neuengamme will sich nur achtbar aus der Affäre ziehen.

USC Paloma – Nikola Tesla (19.30 Uhr, Brucknerstraße, Hinspiel 8:0)

Nicht alles lief beim USC Paloma zuletzt rund, doch zwei Auswärtssiege zuletzt sorgen dafür, dass die Tauben mindestens Rang fünf ein großes Stück näher gekommen sind. Die Serie will man nun fortsetzen und bereit sein, wenn beispielsweise der SC Victoria patzt. Kurios: für Paloma ist es der erste Auswärtsauftritt seit dem ersten März. Endlich wieder Auswärtsspiel könnte es für Nikola Tesla heißen: fünf von acht Punkten nach der Winterpause holte man auf fremdem Platz. Fünf der letzten sechs Heimspiele bestreitet man dazu auswärts – gut, dass die Bilanz auf fremdem Platz deutlich besser ist als daheim.

Teutonia 05 – TuS Dassendorf (19.45 Uhr, Kreuzkirche, Hinspiel 0:5)

Im Hinspiel bekam Teutonia klar die Grenzen aufgezeigt, seit dem ist viel Wasser die Elbe hinunter geflossen. Die Ottenser verloren zwar zuletzt, konnte man aber dank eines starken März zumindest Stabilität reinbringen. Es geht wohl nur noch darum, wo die Teutonen am Ende einlaufen werden. Dassendorf gewann zuletzt zweimal und will mit einem Sieg die Mini-Chance auf die Aufstiegsrunde zur Regionalliga waren. Allerdings müsste die Konkurrenz dazu mehrfach stolpern – zunächst muss „Dasse“ seine Hausaufgaben aber machen.