Die nächste englische Woche steht in Hamburg an, diesmal aber geplant, denn der Landespokal wird gespielt. Das Viertelfinale wartet und fünf Hamburger Oberligisten träumen vom Einzug ins Finale an der Hoheluft im Mai. Mindestens ein Club wird das Halbfinale erreichen, denn Vorwärts-wacker Billstedt und der SC Victoria treffen im direkten Duell aufeinander.
SC Nienstedten – HEBC (Dienstag, 19 Uhr, Quellental)
Den Auftakt gibt es aber im Hamburger Westen, wo der HEBC beim Landesligisten SC Nienstedten zu Gast. Für Trainer Philip Obloch eine Rückkehr in die Vergangenheit, trainierte der 47-Jährige den SCN im letzten Jahr. In der laufenden Saison steht die Mannschaft von Tom Brasch im Landesliga-Mittelfeld, hat weder mit oben noch mit unten viel zu tun. Riesiges Selbstvertrauen sollte Nienstedten nach nur einem Punkte aus den ersten beiden Spielen nicht haben. Doch obacht: im Pokal kegelte der SCN zuletzt Süderelbe und Tornesch raus, ist also gerade im Quellental zu beachten. Das sollte der HEBC wissen, welcher sich am Sonntag mit einem knappen Sieg gegen Türkiye neues Selbstvertrauen geholt hat und leichter Favorit in diesem Duell ist.
Vorwärts-Wacker Billstedt – SC Victoria (Dienstag, 19.30 Uhr, Öjendorfer Weg)
Nur eine Woche nach dem direkten Aufeinandertreffen in der Liga, damals behielt der SCVW die Oberhand und gewann mit 2:1. Nun werden die Karten im Pokal neu gemischt. Billstedt kam lange ohne Probleme durch die aktuelle Runde, gewann dann überraschend in Dassendorf. Nun darf man erstmals auf heimischem Geläuf ran. Und da die Saison ein einziges Auf und Ab ist, könnte nach der Liga-Niederlage vom Freitag wieder ein Sieg kommen. Da wird der SC Victoria aber etwas dagegen haben, der selbst den ersten Sieg 2026 feierte. Der Tabellenvierte kommt auch mit breiter Pokalbrust, bugsierte im Achtelfinale mit Altona 93 einen Favoriten aus dem Wettbewerb. Nun also das dritte Duell mit Billstedt – Ausgang ist dabei völlig offen.
ETSV – Eintracht Norderstedt (Mittwoch, 19.30 Uhr, Mittlerer Landweg)
Die Eisenbahn hat aktuell eine Langsamfahrstrecke zu überwinden. Zwei Spiele im Jahr 2026 für den ETSV, zweimal reichte es „nur“ zu einem Remis. Nun soll es beim ersten Auftritt vor heimischer Kulisse endlich mit einem Sieg klappen. Und gleichzeitig soll dabei der Traum vom Finale weiterleben. Aber Vorsicht: Eintracht Norderstedt ist gefährlich, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass dort ein Regionalligist und der Titelverteidiger aufläuft. Wie schon im Jahr zuvor ist EN sowas wie ein Oberliga-Killer, kickte im laufenden Wettbewerb den ETV und Türkiye raus. Dazu machte man im Achtelfinale kurzen Prozess mit TBS Pinneberg. Nun hat man nach einem 3:2 über den FC St. Pauli II auch neues Selbstvertrauen und geht als leichter Favorit in die Partie am Mittleren Landweg.
Heidgrabener SV – USC Paloma (Mittwoch, 19.30 Uhr, Udo-Tesch-Sportpark)
Die Gastgeber sind die Überraschungsmannschaft im Viertelfinale, ist der erste Nicht-Landesligist im Viertelfinale seit dem FC Hamburger Berg 2021/22. Fairerweise muss man sagen, dass Bezirksligist Heidgraben aber auch keine dicken Bretter bohren musste. Nach drei Kreisklassisten gab es im Achtelfinale einen Sieg gegen klassengleichen SC Wentorf. Der Pokaleuphorie im Udo-Tesch-Sportpark dürfte es aber keinen Abbruch tun. Als krasser Außenseiter will man die Sensation schaffen. Doch der USC Paloma will das dritte Endspiel in Serie und die Pflichtaufgabe erfüllen. Die Form stimmt und im Pokal gab man sich bisher keine Blöße, kegelte mit Harksheide und Niendorf gleich zwei Klassenkonkurrenten mit raus. Alles andere als ein lockeres Weiterkommen der Tauben wäre eine Sensation.