Die erste von vielen englischen Wochen im Jahr 2026 steht in der Oberliga Hamburg an. Einzig TuS Dassendorf und der SV Halstenbek-Rellingen spielen nicht, das Duell wurde in den Mai verlegt. Ansonsten hat der 24. Spieltag einiges zu bieten – zum Beispiel das Topduell zwischen Platz zwei und eins.
HT 16 – FC Süderelbe (Dienstag, 19.30 Uhr, Legienstraße, Hinspiel 3:0-Wertung)
Ein Duell der Tabellennachbarn: HT ist mit einem Sieg in das neue Jahr gestartet und hat sich so am Samstag an Süderelbe vorbeigeschoben. Nun wird an der heimischen Legienstraße gespielt, was erst einmal kein gutes Zeichen ist, denn nur ein Team ist aktuell auf heimischem Rasen schlechter als die Turnerschaft. Süderelbe kommt mit einem Achtungserfolg im Gepäck und ist auswärts nichts zu verachten. Dazu wird man durchaus Revanche für die Wertung des Hinspiels nehmen wollen.
Vorwärts-Wacker Billstedt – SC Victoria (Dienstag, 19.30 Uhr, Öjendorfer Weg, Hinspiel 2:2)
Das erste von zwei Duellen zwischen dem SCVW und „Vicky“ steht an. Zunächst geht es in der Liga los, wo Billstedt nach dem Ausfall einen Kaltstart hinlegen muss. Die Taytanli-Elf muss gleich Vollgas geben, will man nicht wieder nach unten reinrutschen. Gutes Omen: seit der Rückkehr in die Oberliga verlor man noch nicht gegen die Victoria. Selbige kam zum Auftakt „nur“ zu einem Remis, dürfte mit dem Last-Minute-Ausgleich aber nochmal neues Selbstvertrauen getankt haben. Mit einem Sieg kann man Paloma auf Distanz halten.
Eimsbütteler TV – ETSV (Dienstag, 19.45 Uhr, Lokstedter Steindamm, Hinspiel 3:1)
Der ETV brachte dem ETSV im Hinspiel die einzige Saisonniederlage bei. Dass beide Teams gefühlt Welten trennen, liegt daran, dass Eimsbüttel zu häufig Punkte gegen Teams aus dem Mittelfeld oder noch tiefer liegen lässt, während sich die Eisenbahn schadlos hält. So auch beim 0:0 bei Süderelbe. Spannend wird sein, wie der ETSV seinen Kaltstart (letztes Spiel 15. Februar) bewältigen kann. Kuriose Statistik: in alle drei bisherigen Oberliga-Duellen gewann immer das Auswärtsteam.
SV Curslack-Neuengamme – Teutonia 05 (Mittwoch, 19 Uhr, Gramkowweg, Hinspiel 2:5)
Was soll man zu diesem Spiel sagen? Spätestens seit letztem Sonntag befindet sich Curslack auf Abschiedstournee aus der Oberliga – an einen Klassenerhalt dürften nur die kühnsten Optimisten glauben. Aber vielleicht geht ja gegen die Teutonia etwas – immerhin verloren die auch fünf der letzten sechs Liga-Spiele.
TSV Sasel – Niendorfer TSV (Mittwoch, 19.30 Uhr, Parkweg, Hinspiel 1:4)
Das Hinspiel war aus Niendorfer Sicht eines der wenigen Lichtblicke dieser Saison. Nun schwebt der NTSV tatsächlich in ernsthafter Abstiegsgefahr und sollte möglichst zügig punkten. Ansonsten wird das echt eng für die erfolgsverwöhnte Truppe vom Sachsenweg. Doch in Sasel wird es schwierig, der TSV konnte beim 2:2 bei Victoria nachhaltig auf sich aufmerksam machen. Und kann sich weiter auf die Tore von Selim Ajkic verlassen. Dazu gewann Niendorf zuletzt 2017/18 beide Spiele gegen die Parkwegler.
TuRa Harksheide – FC Türkiye (Mittwoch, 19.30 Uhr, Exerzierplatz, Hinspiel 0:4)
The Trend is your friend – so oder so ähnlich dürfte man in Harksheide auf das Spiel blicken. Nach zuletzt zehn Punkten aus fünf Spielen ist die TuRa in relativ sicherem Gewässer angekommen und darf mit einem Auge sogar auf die obere Tabellenhälfte schielen. Dazu hat die Schwarzer-Elf etwas gut zu machen, das Debakel im Hinspiel würde man gerne vergessen machen. In Wilhelmsburg hat man das Spiel in guter Erinnerung, doch nur zwei der folgenden zwölf Partien konnte Türkiye gewinnen. Die Niederlage am Sonntag war dabei ein weiterer defensiver Offenbarungseid. Aber es hilft nichts: der FCT muss irgendwie zählbares vom Exerzierplatz mitnehmen.
Nikola Tesla – Buchholz 08 (Mittwoch, 19.30 Uhr, Vorhornweg, Hinspiel 5:2)
Die beiden Kellergewinner des letzten Wochenendes nun im direkten Duell. Vor allem der Aufsteiger Nikola Tesla ist nach zwei Siegen in Serie mit Aufwind, hat sich so etwas nach vorne geschoben. Mit einem Erfolg gegen Buchholz hat man dann satte neun Zähler Vorsprung auf die Niedersachsen. Selbige kommen aber selber mit Rückenwind und wollen den Sieg vom Sonntag vergolden. Einziges Manko: auf fremdem Platz geht einfach nichts (vier Punkte in zehn Spielen). Aber vielleicht hilft ja, dass der Vorhornweg kein uneinnehmbare Festung ist.
HEBC – USC Paloma (Donnerstag, 19.30 Uhr, Reinmüller, Hinspiel 0:1)
Der HEBC gehört zu den Verlierern des ersten Wochenendes 2026 und hat sich seine kleine Mini-Serie (fünf Punkte aus drei Spielen) kaputt gemacht. Nun ist die Alarmstufe wieder größer geworden, Punkte werden also dringend gebraucht, vor allem auf eigenem Platz. Paloma hingegen ist hingegen auf einem guten Weg, erneut einen Platz unter den ersten Fünf zu belegen. Einziges Manko aus Sicht der Uhlenhorster: auswärts ist man so lala unterwegs, gewann nur zwei von acht Partien in der Fremde. Nun soll die Bilanz beim HEBC ausgeglichen werden.