Der 28. Spieltag der Oberliga Hamburg steht vor der Tür und es wird vor allem im Keller richtig wichtig. Während sich die Spitze wieder mal aus der Ferne bekämpft, muss mehr als die Hälfte der Liga erkennen, dass sie im Abstiegskampf steckt. Entsprechend werden gleich Spiele enorm wichtig, wenn es darum geht wichtige Zähler im Kampf für den Klassenerhalt zu sichern.
FC Süderelbe – SV Halstenbek-Rellingen (Freitag, 19.30 Uhr, Kiesbarg, Hinspiel 1:0)
Abstiegskampf am Kiesbarg – ja richtig, denn der FC Süderelbe steckt als Tabellenneunter auf einmal mittendrin. Nur sechs Punkte trennt der FCS vom 15. Buchholz 08. Da muss ein Sieg her, um die Konkurrenz zumindest auf Abstand zu halten. Für Halstenbek hingegen gilt weiter: irgendwie punkten, um den Strohhalm vielleicht doch noch zu erhaschen.
TuRa Harksheide – TSV Sasel (Freitag, 19.30 Uhr, Exerzierplatz, Hinspiel 2:6)
Seit mehreren Wochen schnupperte TuRa Harksheide an der oberen Tabellenhälfte, doch zwei Niederlagen am Stück haben das Aroma verdorben. Mehr noch: die TuRa muss nach unten gucken. Nur fünf Punkte sind es auf Buchholz und die Konkurrenten haben mit Ausnahme von Nikola Tesla alle weniger Spiele absolviert. Da soll mit der Heimstärke der negative Lauf durchbrochen werden. Doch mit dem TSV Sasel kommt ein angeknockter Boxer. Nach starkem Jahresauftakt bekam die Mannschaft von Jan Ramelow am letzten Wochenende richtig Prügel und will jetzt eine Reaktion zeigen. Zumal: mit bei einer Niederlage wäre der Freitagsgegner bis auf einen Zähler dran.
Teutonia 05 – ETSV (Freitag, 19.45 Uhr, Kreuzkirche, Hinspiel 1:3)
Im Hinspiel gab es für Teutonia auf die Mütze, noch schlimmer war es in einem Freundschaftskick im Winter (1:6). Von daher ist die Favoritenrolle an der Kreuzkirche klar zu Gunsten des ETSV verteilt. Die Eisenbahner wollen sich auch keinen Ausrutscher leisten, hab zuletzt im Pokal und in der Liga viel Selbstvertrauen getankt. Für die Gastgeber hingegen gilt: es müssen langsam Punkte her, denn nach nur zwei Siegen in den letzten acht Spielen zeigt die Formkurve nach unten. Und ohne Punkte droht die Teutonia noch in den Abstiegskampf abzurutschen.
Eimsbütteler TV – USC Paloma (Freitag, 19.45 Uhr, Lokstedter Steindamm, Hinspiel 2:3)
Der Eimsbütteler TV steht an der Spitze und im Gegensatz zur Hinrunde ist das auf eine starke Defensive zurückzuführen. Dreimal spielte der ETV nach dem Winter bereits zu null. Vorne hakt es aber gewaltig, selbst gegen Halstenbek gelangen nur zwei Tore. Das muss gegen Paloma, traditionell defensiv sehr gefestigt und aktuell die viertbeste Abwehr der Liga, besser werden. Die Tauben selbst kommt aus einer Niederlage gegen HT und werden sich entsprechend schütteln wollen, mit einem Erfolg am „Loki“ Rang fünf festigen. Und wer die jüngste Historie zwischen beiden Teams kennt weiß, dass ein Erfolg möglich ist – wobei das Pendel zu beiden Seiten ausschlagen kann.
TuS Dassendorf – Niendorfer TSV (Samstag, 13 Uhr, Wendelweg, Hinspiel 1:6)
Es wird nicht langweilig in Dassendorf, wie die Entlassung von Co-Trainer Mirko Petersen unter der Woche beweist. Parallel will der Vizemeister den Druck auf den ETV und den ETSV hochhalten, erwartet laut Trainer Özden Kocadal einen unangenehmen Gegner und ein schwieriges Spiel. Der Niendorfer TSV steht zwar nicht mit dem Rücken zur Wand, braucht aber weiter Punkte gegen den Abstieg. Und nach dem man am letzten Sonntag gegen den HEBC Zähler hat liegen lassen, wären diese gegen „Dasse“ durchaus wichtig. Allerdings: der letzte Sieg in Dassendorf liegt schon vier Jahre zurück, überhaupt konnte der NTSV in den letzten zehn Jahren nur drei Siege gegen die TuS feiern.
SV Curslack-Neuengamme – FC Türkiye (Samstag, 15 Uhr, Gramkowweg, Hinspiel 2:6)
Abstiegskampf ist auch, wenn der 18. gegen den 16. spielt. So wird es am Samstag am Gramkowweg geschehen. Curslack kann dabei entspannt aufspielen. Dass der SVCN nochmal ernsthaft in den Abstiegskampf eingreifen kann, glaubt wohl selbst am Gramkowweg keiner mehr. Anders beim FC Türkiye: deren Chancen sind angesichts von neun Punkten Rückstand auf Buchholz und einem weiteren auf Nikola Tesla nicht riesig, aber noch vorhanden. Entsprechend will der FCT mit einem Sieg die Chancen aufrecht erhalten. Allerdings ist der Druck immens: der Start ins Jahr 2026 kann getrost als Fehlstart bezeichnet werden, der wenig Anlass zur Hoffnung gibt.

HEBC – SC Victoria (Sonntag, 10.45 Uhr, Reinmüller, Hinspiel 2:3)
Derbyzeit am Reinmüller: der HEBC empfängt in großer Not den starken SC Victoria. Zwar haben die Veilchen das Pokal-Halbfinale erreicht und in der Liga zuletzt zweimal in Folge nicht verloren. Doch wirklich unten raus kommt die Mannschaft von Philipp Obloch nicht, nur einen Punkt ist man von Buchholz getrennt. Ein Sieg wäre da durchaus wichtig – wenngleich der SC Victoria gern am Reinmüller zu Gast. Seit dem Wiederaufstieg des HEBC holte „Vicky“ zehn von 15 möglichen Punkten dort. Und die aktuelle Form stimmt, so dass man den vierten Platz nachhaltig festigen konnte. Dies will man so beibehalten, dazu auch das zweite Derby der Saison für sich entscheiden.
HT 16 – Buchholz 08 (Sonntag, 12.30 Uhr, Legienstraße, Hinspiel 4:2)
Der Sonntag beginnt mit einem Duell zweier Teams, für die 2026 bisher ganz gut lief. Doch die Vorzeichen sind bei beiden anders. Die Turnerschaft ist die beste Mannschaft 2026, holte vier von vier möglichen Sieg. Das knappe 1:0 bei Paloma in der Vorwoche war dabei das bisherige Meisterstück. Entsprechend ist die Turnerschaft im oberen Tabellendrittel richtig zu Hause und kann durchaus Ansprüche auf eine mögliche, bessere Platzierung anmelden. Dazu gewinnt HT auf einmal daheim. Auch Buchholz ist super ins Jahr gekommen, drei Siege gegen direkte Konkurrenten hat man mitgenommen. Dennoch stecken die 08er in großer Abstiegsgefahr, aktuell wäre man auf Platz 15 abgestiegen. Da wäre ein Punkt oder mehr durchaus wünschenswert – die Auswärtsbilanz ist aber nach nur zwei Siegen in zwölf Spielen mindestens ausbaubar.
Nikola Tesla – Vorwärts-Wacker Billstedt (Sonntag, 14.30 Uhr, Vorhornweg, Hinspiel 0:3)
Abstiegskampf, direktes Duell, Teil drei: für beide Teams geht es zum Abschluss des 28. Spieltags um sehr viel. Nikola Tesla kämpft mit seiner Heimschwäche (neun Niederlagen in 13 Spielen) und kommt deshalb einfach nicht raus aus dem Keller. Das 2:2 gegen Victoria ist zwar ein schöner Achtungserfolg, doch es benötigt nach drei Spielen ohne Sieg mal wieder einen Dreier. Vorwärts-Wacker steht ein bisschen besser da, doch so wirklich raus aus dem Keller kommt man nicht. Nur fünf Zähler beträgt der Vorsprung auf den Sonntagsgegner – eine Niederlage könnte diesen schrumpfen lassen. Mit einem Erfolg winkt hingegen die obere Tabellenhälfte.
