ETV besiegt indisponiertes Todesfelde – Aufstieg noch nicht sicher

Jubel beim ETV: die Eimsbütteler besiegten Todesfelde verdient. (Foto: Niklas Runne)
Jubel beim ETV: die Eimsbütteler besiegten Todesfelde verdient. (Foto: Niklas Runne)

Der Eimsbütteler TV hat einen weiteren Schritt in Richtung Regionalliga-Aufstieg gemacht. Der ETV besiegte einen größtenteils völlig indisponierten SV Todesfelde mit 5:3 (3:0). Allerdings können die Sektenkorken am „Loki“ noch nicht knallen. Da der Blumenthaler SV sein Spiel gegen Germania Egestorf-Langreder in der Nachspielzeit mit 3:2 (1:1) für sich entschied, benötigt der ETV im letzten Spiel einen Punkt, um sicher durch zu sein. Auch Todesfelde hat noch alles in der eigenen Hand, sollte gegen Egestorf aber tunlichst gewinnen.

Politz mit dem frühen Schocker

Im gestrigen Spiel erwischte Eimsbüttel einen Traumstart. Bereits nach drei Minuten traf Tom Politz mit dem ersten Torschuss zur Führung. In der Folge zeigte sich Todesfelde defensiv extrem anfällig und war auch in Sachen Geschwindigkeit den Gastgebern deutlich unterlegen. Die Folge: Toralf Hense (10.) und Max Mbodje (37.) bestrafen die SVT-Fehler und erhöhten noch vor der Pause auf 3:0.

Der ETV war meist einen Schritt schneller als der Gast aus Todesfelde. (Foto: Niklas Runne)
Der ETV war meist einen Schritt schneller als der Gast aus Todesfelde. (Foto: Niklas Runne)

Kleiner Bruch nach dem 4:1

Auch nach dem Seitenwechsel sah es für den ETV weiter gut aus, Hense erhöhte nach 58 Minuten auf 4:0. „Wir haben ein brutales Spiel gemacht“, befand ETV-Kicker Jasper Hölscher, schränkte aber ein: „Bis zum 4:1.“ Dies fiel aus dem Nichts durch Todesfeldes Torjäger Morten Liebert in der 61. Minute. Es begann eine kleine Druckphase von „Tofe“, erneut Liebert verkürzte per Foulelfmeter auf 4:2 (68.). Gleichzeitig sah Dibamba wegen des Fouls die Ampelkarte.

Hinten raus gut verteidigt

So geriet Eimsbüttel nochmal unter Druck, doch wie den ganzen Abend zeigte sich Todesfelde zu schludrig. Die Folge: einen der vielen Ballverluste nutzte Jasper Höscher zur Vorentscheidung (79.). Einmal schlug der SVT noch zurück, Jan-Marc Schneider verkürzte auf 5:3 (81.).
In der Folge erhöhten die Gäste nochmals den Druck, doch außer eines Lattenkopfballs von Awuku geriet der ETV-Sieg nicht mehr in Gefahr.

„Insgesamt war es ein richtiges Spiel von uns“, zog Hölscher ein positives Fazit: „Wir haben am Ende auch gezeigt, dass wir ein bisschen was aushalten können.“ Dass der ETV nun noch einen Zähler braucht, spiegele die Saison so ein wenig wider, so Hölscher weiter: „Wir brauchen das dieses Jahr irgendwie, alles bis zur letzten Sekunde auszuspielen. Wir hätten gegen Dassendorf die Aufstiegsrunde fertig machen können, mussten dann die letzten beiden Spiele gewinnen. Aber ich bin guter Dinge: wenn wir gefordert wurden, waren wir da.“

SVT-Kapitän Mats Klüver sagte gegenüber HL-SPORTS: „ „Ich glaube, wir waren in Teilen nicht wirklich wach, nicht wirklich aggressiv gegen den Ball. Mit Ball waren wir dann noch teilweise zu ungeduldig, haben den Ball nicht so laufen lassen, wie wir es sonst gemacht haben, und das hat es uns echt schwergemacht, ins Spiel zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein anderes Gesicht gezeigt, trotzdem auch zwei blöde Fehler gemacht und am Ende verdient 3:5 verloren.“ Zum „Faktor Kunstrasen“ setzte der Kapitän fort: „Natürlich spielen die regelmäßiger auf Kunstrasen und wir auf Rasen, aber am Ende entscheidet das in so einem Spiel auch nicht. Das ist, glaube ich, eine zu einfache Ausrede.“

Der letzte Schritt

Nun gilt es für beide Teams den letzten Schritt zu machen. Dem Eimsbütteler TV reicht dazu ein Punkt gegen den Blumenthaler SV (Samstag, 14 Uhr, nun in Heeslingen). Der SV Todesfelde (zeitgleich gegen Egestorf in Oberneuland) hat es auch in der eigenen Hand, muss aber gleichzeitig auch nach Heeslingen schauen. Denn der Vorsprung auf Blumenthal beträgt ein Törchen.