Ein Schritt bis Hoheluft: Halbfinale in Hamburg

Johann Buttler (in blau) kehrt mit Paloma zu seiner alten Liebe zurück. Brandolf Duah träumt mit dem ETSV von einer historischen Saison. (Foto: Lobeca/Seidel)
Johann Buttler (in blau) kehrt mit Paloma zu seiner alten Liebe zurück. Brandolf Duah träumt mit dem ETSV von einer historischen Saison. (Foto: Lobeca/Seidel)

Es ist der vorletzte Schritt in Richtung DFB-Pokal, der letzte Schritt zum großen Finale im Stadion Hoheluft. Das Halbfinale im Landespokal in Hamburg steht an und klar ist vorher: der Sieger und damit Teilnehmer am großen Geldtopf kommt aus der Oberliga. Denn es warten zwei liga-interne Duelle mit jeweils einem klaren Favoriten – doch wie heißt es so schön: der Pokal hat seine eigenen Gesetze.

Los geht es an Ostermontag am Vormittag (10.45 Uhr), wenn der HEBC auf dem heimischen Reinmüller den USC Paloma empfängt. Der Favorit ist der Gast: die Tauben waren zuletzt zweimal Pokalfinalist und gehören auch in dieser Saison zu den fünf besten Teams in der Liga. Und nach zuletzt zwei Niederlagen, kam der USC in Harksheide (5:1) wieder in Schwung – und hat nun zwei Wochen Erholung gehabt, nachdem die Partie gegen Süderelbe in der Vorwoche ausfiel. Die Mannen von Marius Nitsch sind gut gerüstet. Doch der HEBC ist nicht ohne Chance, beide Ligaspiele gingen nur äußerst knapp an Paloma. Das Rückspiel Anfang März ist auch die bis dato letzte Niederlage der Veilchen. Die Bilanz seit dem: drei Siege und drei Remis in der Liga sowie der Sieg im Viertelfinale. Entsprechend heiß dürfte der HEBC sein, um erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder ins Finale zu kommen.

Nicht ganz so lange her ist die letzte Finalteilnahme von Vorwärts-Wacker Billstedt. 2011 stand der SCVW im Finale, verlor damals gegen den Eimsbütteler TV. Nun hat man erstmals nach 15 Jahren wieder die Chance, das Endspiel zu erreichen. Doch man weiß wie immer nicht, in welcher Verfassung sich Billstedt befindet. Zu schwankend waren die Leistungen in dieser Saison, so dass man einfach nicht richtig aus dem Keller weg kommt. Und nun wartet Montagnachmittag (14 Uhr, Öjendorfer Weg) der wohl härteste Brocken auf die Taytanli-Elf. Denn der ETSV gibt sich die Ehre. Aller finanziellen Sorgen zum Trotz marschiert die Eisenbahn in Richtung Titel, gewann am Donnerstag gegen Dassendorf und hat alles in der eigenen Hand. Keiner weiß, wie es im Sommer beim ETSV weitergeht, doch bis dahin will sich das Team von Jan-Philipp Rose beide möglichen Titel krallen. Einfach wird die Aufgabe – wenngleich man im einzigen Liga-Aufeinandertreffen der Saison klar die Oberhand behielt.